Demokratie soll verwurzelt bleiben

Veröffentlicht am 04.01.2010 in Fraktion

SPD-Fraktion zu Pressebericht der HNA zur Gremienstärke in Naumburger

Mit Nachdruck verweist die Naumburger SPD-Fraktion auf die breite Ablehnung des Magistratsbeschlusses zur Reduzierung der städtischen Gremien (HNA-Artikel vom 18.12.09).
Der Vorschlag zur Parlamentsverkleinerung war vom Magistrat eingebracht worden und von Bürgermeister Stefan Hable vertreten worden. Am Ende wurde dieser Vorschlag nicht nur von SPD und FWG abgelehnt, sondern fand auch durch Stimmenthaltung der CDU-Fraktion keine Zustimmung.
Auch bei der vorgeschlagenen Streichung der Ausschüsse (z.B. Jugendausschuss) stimmten 4 CDU-Stadtverordnete mit der SPD und FWG, 6 CDU-Abgeordnete enthielten sich auch hier der Stimme.
Ein Hauptargument des Bürgermeisters war dabei die Ansicht, es würde für die Parteien und Wählergemeinschaften immer schwieriger werden, ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen.

„Darüber müsse sich der Bürgermeister keine Sorgen machen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Franke, „ wir haben genügend junge Leute, die sich politisch engagieren wollen.“
Er wehre sich auch vehement gegen die in der HNA vorgeworfene „Kirchturmpolitik“ und der „Angst vor der Kernstadt“. Ganz im Gegenteil, so Franke weiter, wenn man überhaupt von „Kirchturmpolitikern“ sprechen könne, dann von den Befürwortern einer Reduzierung, denn dadurch würden die kleine Orte (Heimarshausen und Altendorf) aufgrund des Wahlsystems (Panaschieren und Kumulieren) eindeutig benachteiligt. Würde man z.B. das Wahlergebnis 2006 auf eine reduzierte Stadtverordnetenversammlung projizieren, wäre aus diesen beiden Stadtteilen gerade mal ein Vertreter im Stadtparlament!
Insofern müsse man durchaus von einem antidemokratischen Ergebnis bei einer Zustimmung sprechen. Auch die wichtige Verwurzelung der Bürgerinnen und Bürger über die Ortsbeiräte sei ein basisdemokratisches Gut, was man gerade heute nicht aufs Spiel setzen dürfe, so Franke weiter.
Das Argument, wo anders hätte man das auch getan, kann nicht gelten. So ist die Struktur in der Gemeinde Habichtswald zum Beispiel (zwei gleichgroße Stadtteile) mit Naumburg nicht zu vergleichen.
Dass die CDU nach der Diskussion in den Ausschüssen und im Parlament in weiten Teilen der Vorlage letztlich nicht gefolgt ist, ist ein eindeutiges Indiz für die richtige Entscheidung der Naumburger Kommunalpolitiker.

Darüberhinaus erinnerte die SPD-Fraktion an ihren Prüfantrag zur Standortsuche für den MSC Naumburg. Die SPD-Fraktion stellte den Antrag, den Parkplatz am Sportstadion in Naumburg hierzu zu prüfen.

Nachrichten

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de