Neuausrichtung der städtischen Jugendarbeit

Fraktion

Völkerding, Heidi

Die Naumburger SPD-Fraktion möchte die Jugendarbeit innerhalb der Stadt auf neue Beine stellen. Laut Fraktionsvorsitzendem Uwe Förster ist es wegen des demografischen Wandels erforderlich, die traditionellen Formen kommunaler Jugendarbeit zu überdenken. "Nischenangebote" im Bereich der Freizeitgestaltung und Erlebnispädagogik reichten nicht mehr aus.

Die SPD-Stadtverordnete Heidi Völkerding (Foto) stellte in einer Analyse fest, dass die Zahl der Jugendlichen in Naumburg laufend zurückgehe. Ganztagsprogramme an den Schulen schränkten die Nachmittagsaktivitäten der Jugendlichen stark ein. 10 % der Jugendlichen würden Sozialleistungen beziehen und ein engerer Kontakt zu jugendlichen Flüchtlingen in Naumburg, Elbenberg und Altenstädt sei bis jetzt noch nicht hergestellt. Die grundsätzlich erfreulichen Aktivitäten der Vereine würden teilweise konkurrieren und eine Zusammenarbeit finde kaum statt.

Dies will die SPD durch ein neues Konzept ändern.

Ein entsprechender Antrag mit dem Ziel, ein "Netzwerk Jugend" innerhalb der Stadt zu bilden, wurde von der Stadtverordnetenversammlung inzwischen beschlossen. Darin sollen alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten der fünf Naumburger Stadtteile mitwirken. Die Jugendlichen sollen dabei keine isolierte Zielgruppe darstellen, sondern integraler Bestandteil des Netzwerkes sein.

Heidi Völkerding: "Nur wenn sich junge Menschen mit ihrer Stadt oder ihrem Dorf identifizieren, bleiben sie hier wohnen. Und nur ernst genommene Jugendliche engagieren sich vor Ort!"

Mit der Erstellung des Konzepts wurde der Ausschuss für Jugend, Kultur, Soziales und Sport von der Stadtverordnetenversammlung beauftragt. Der Ausschuss wird erstmals am 12. 1. 2017 zusammenkommen, um sich mit der Angelegenheit zu befassen.

 
 

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