Im Rahmen des Konjunkturprogramms des Landes Hessen wird auch das Sportlerheim am Naumburger Sportzentrum teilweise saniert.
Davon überzeugte sich der Vorstand des SPD-Ortsvereins Elbetal anlässlich eines Ortstermins gemeinsam mit dem Vorsitzenden des TSV Eintracht Naumburg Bernhard Dux und weiteren Vereinsvertretern.
Eine neue Flüssiggas-Heizung sei bereits eingebaut worden und in Betrieb genommen, teilte der Vereinsvorsitzende mit. Als nächstes stünden die Erneuerung der Sanitäranlagen und der Fenster in den Duschen sowie im Schiedsrichterraum an. Die notwendigen Abriss- und einen Teil der Fliesenarbeiten will der Verein in Eigenleistung erbringen. Darüber hinaus seien Fachfirmen erforderlich. Insgesamt arbeite man mit der Stadt Naumburg gut zusammen.
Bereits letztes Jahr beschlossen der SPD-Ortsverein Naumburg und der SPD-Ortsverein Elbenberg/Altendorf, ab 1. Januar zu fusionieren. In zwei getrennten Mitgliederversammlungen habe man sich auch auf den neuen Namen „SPD-Ortsverein Elbetal“ verständigt, teilten jetzt die beiden Vorsitzenden Karsten Helten und Gerd Förster mit.
Die notwendige Zustimmung des SPD-Unterbezirksvorstandes Kassel-Land zu der Neuorganisation liege ebenfalls vor.
Aufgrund zurückgehender Mitgliederzahlen und der demographischen Entwicklung gehe es darum, die Funktion der SPD als Volkspartei gerade im ländlichen Raum zu erhalten, erklärte Udo Umbach aus Sicht der gesamtstädtischen SPD. Ziel sei es, insbesondere die SPD-Aktivitäten in der Kernstadt zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger wieder mehr zu beleben. Hierfür bedürfe es einer inhaltlichen Neuorientierung, neuer Mitglieder und einer strafferen Organisation.
Ungeachtet dessen blieben die SPD-Ortsvereine Altenstädt und Heimarshausen weiter selbständig, so dass es in Naumburg bis auf weiteres drei SPD-Ortsvereine geben werde.
Die konstituierende Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Elbetal soll noch im Januar stattfinden. Der hier neu zu wählende Vorstand wird dann für die örtliche SPD-Politik in den drei Stadtteilen Naumburg, Elbenberg und Altendorf zuständig sein.
SPD-Fraktion zu Pressebericht der HNA zu kommunalen Finanzen
Mit dem Einbruch der Steuereinnahmen (Bericht und Kommentar der HNA vom 7.7.09) wird das strukturelle Problem der Städte und Gemeinden „auf dem flachen Land“ einmal mehr deutlich, so die Naumburger Sozialdemokraten in einem Pressebericht. Allerdings sei dies kein temporäres Problem. Bereits in 2008 starteten die Naumburger SPD-Ortsvereine gemeinsam eine Aktion und Anträge, um eine Änderung im kommunalen Finanzausgleich zu erreichen. Die derzeitige Konjunktursituation und Ankündigung des Landes Hessen weiterhin stark zu kürzen wird das Problem erst recht verdeutlichen.
Die Naumburger SPD-Fraktion hat sich mit den Projekten befasst, die auf Vorschlag des Magistrats im Rahmen der Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes Hessen umgesetzt werden sollen. Unter anderem sind 75.000 € für eine Dachsanierung und die Erfüllung behördlicher Sicherheitsauflagen in der alten Stadthalle im Burghain vorgesehen.
In der verpachteten Veranstaltungshalle würden inzwischen eine Reihe „Events“ stattfinden, die für die Außenwirkung Naumburgs von Bedeutung seien und von denen auch die örtliche Wirtschaft profitiere. Außerdem sei der denkmalgeschützte Bau, in dem auch das jährliche Johannifest stattfinde, für viele Kernstadtbewohner nicht wegzudenken, heißt es in einer SPD-Mitteilung. Die Naumburger Sozialdemokraten wollen daher grundsätzlich für die Investition aus dem Sonderprogramm stimmen.
SPD-Fraktion hätte sich gerechtere Verteilung gewünscht
Nun ist es soweit: Das Land Hessen hat die Richtlinien für das aktuelle Konjunkturprogramm herausgegeben und die Kommunen sind herausgefordert, die Fördermittel zu beantragen. Dabei richtet sich die Kritik der Naumburger Sozialdemokraten nicht gegen Investitionen in Sportstätten, Kindergärten, Bürgerhäuser oder Straßen, vielmehr gegen die vorgesehene Verteilung der insgesamt 570 Mio. Euro.
Die Gelder werden den Städten und Gemeinden nach dem Verhältnis ihrer Einwohnerzahl zugeteilt. Laut einer Mitteilung der SPD-Fraktion bedeutet dies wieder einmal eine Benachteiligung der finanzschwachen Kommunen „auf dem Land“, die im Gegensatz zu den Ballungsräumen einwohnerbezogen ohnehin schon höhere Lasten zu tragen hätten.
Die Mehrzahl der Investitionen dürfte also dort stattfinden, wo bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur und vielfältige Versorgungs- und Kulturangebote vorhanden sind, so die SPD-Mandatsträger.
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