Fraktion
Am Rande der Pomologentage trafen sich Mitglieder der Naumburger SPD-Fraktion mit Verantwortlichen des Vereins Hessencourrier e.V., um über die weitere Zukunft der Strecke der Museumseisenbahn zwischen Baunatal-Großenritte und Naumburg zu sprechen. Vereinsvorsitzender Jens Karasek berichtete über die ehrenamtliche Arbeitsbelastung der Vereinsmitglieder und die mit der Streckenunterhaltung verbundenen praktischen Herausforderungen.
Laut SPD-Fraktionsvorsitzendem Bernd Ritter ist die Befahrbarkeit der Strecke in Gefahr, da kurzfristig 1.800 Schwellen ausgetauscht werden müssen, wofür das Geld fehlt. Die SPD-Fraktion sieht auch die Hessische Landesbahn GmbH als Eigentümerin der Strecke in der Verantwortung. Die Landesbahn investiert kaum noch etwas in die Substanz der Strecke. Gleichzeitig hat der Hessencourrier mit höheren Trassenpreisen zu kämpfen.
Ungeachtet der sicher schwierigen Finanzierungsfragen fehlt nach Auffassung der SPD bis heute ein klares Bekenntnis der Hessischen Landesregierung zum Erhalt der Strecke. Dies ist aber nötig, um der Region und dem Hessencourrier eine grundsätzliche Perspektive zu geben.
SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Ritter leitete seine Rede zum Haushalt 2025 in der jüngsten Sitzung der Naumburger Stadtverordnetenversammlung mit folgenden Worten ein:
"Wir verzeichnen ein Defizit, greifen auf unsere knappen Rücklagen zurück und beantragen beim Land Hessen einen Aufschub bei der Rückzahlung der Hessenkasse. Mit anderen Worten: wir befinden uns derzeit in absoluter Finanznot."
Dennoch hat die SPD-Fraktion dem Haushalt zugestimmt. Denn Ritter hob auch die umfangreichen Investitionen z.B. im Bereich des Straßenbaus, bei der Dorferneuerung, der Feuerwehr und der Vereinsförderung hervor.
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Naumburg hat während ihrer letzten Sitzung Richtlinien zur Förderung der Kindertagespflege beschlossen.
Die SPD-Stadtverordnete Julia Heerdt sagte, dass eine Kindertagespflege bisher in Naumburg gefehlt habe. Das Angebot ergänze die drei Kindertagesstätten in Naumburg, Elbenberg und Altenstädt. Es passe prima in das Konzept der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt und biete weiteren jungen Familien die Möglichkeit, Beruf und Familie flexibel miteinander zu vereinbaren.
Der entstehende Förderbetrag von 3000 Euro jährlich für zunächst 5 Plätze sei gut angelegtes Geld, das uns die Kinder Wert sein sollten, so Julia Heerdt abschließend.
Mitglieder der Naumburger SPD-Fraktion trafen sich jetzt im Sportzentrum Naumburg mit Vorstandsmitgliedern des TSV Eintracht Naumburg, des TSV Elbenberg und des FC Altenstädt.
Eintracht-Vorsitzender Bernhard Dux stellte die inzwischen fast abgeschlossenen Modernisierungsmaßnahmen im Inneren des Sportlerheims vor. Die SPD-Fraktionsmitglieder waren beeindruckt von den Ausbauarbeiten, die von den Vereinsmitgliedern ganz überwiegend in Eigenleistung ehrenamtlich geleistet wurden. Weiterhin ging es um die Sanierung der Sanitäranlagen des Tennishauses, die im Herbst nach der Spielsaison beginnen soll und für welche die Stadt Naumburg ebenfalls einen Finanzierungszuschuss in ihrem Haushaltsplan vorgesehen hat. Darüber hinaus sind Mittel von der Stadt für eine Wasserentnahmestelle vorgesehen, um die Bewässerung des Sportplatzes aus Quell- bzw. Oberflächenwasser und nicht mehr aus der Trinkwasserleitung vornehmen zu können.
Ein Besprechungspunkt war auch noch
Die SPD-Fraktion des Naumburger Stadtparlaments informiert sich regelmäßig auch vor Ort über kommunale Projekte und Vereinsaktivitäten oder besucht städtische Einrichtungen und Betriebe.
Der jüngste Termin fand im Stadtteil Heimarshausen statt. Ortsvorsteher Sebastian Lesch erläuterte den Fraktionsmitgliedern die Details der Dorferneuerungsmaßnahmen, die in dem Dorf vorgesehen sind.
Noch in diesem Jahr soll die Wasseraufbereitungstechnik des beheizten Freibades verbessert werden. Unabhänig davon hat der Förderverein des Freibades gegenüber der Stadt angeregt, die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Umkleidegebäude zu prüfen. Innerhalb des "Weißen Gartens" ist die Schaffung einer Wassertretanlage vorgesehen und ab 2025 soll mit den Planungen für eine - insbesondere auch energetische - Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses begonnen werden.
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