Ortsverein

Sechs Parteimitglieder konnten der stellvertrende Vorsitzende Mike Gerhold (links) und Vorstandsmitglied Udo Umbach (rechts) während der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Elbetal für jeweils 40 Jahre Parteizugehörigkeit ehren:
(Zweiter v.l. bis Vorletzter v.r.) Heinz Eigenbrodt, Norbert Gayko, Klaus Ritte, Erwin Lesch, Alfred Bräutigam und Werner Bock;
Udo Umbach würdigte zuvor die Verdienste der langjährigen Sozialdemokraten.
Heinz Eigenbrodt sei mehrere Jahre Vorsitzender des damals noch selbständigen SPD-Ortsvereins Elbenberg/Altendorf gewesen und habe die SPD geraume Zeit im Ortsbeirat Elbenberg und im Naumburger Magistrat vertreten. Norbert Gayko sei der SPD jahrzehntelang treu geblieben und war phasenweise auch Mitglied des Ortsbeirats Naumburg. Klaus Ritte gehöre heute noch zu den "Aktivposten" der SPD im Elbetal. In den siebziger Jahren sei er SPD-Fraktionsvorsitzender im Naumburger Stadtparlament gewesen, danach einige Jahre im Ortsbeirat Elbenberg und dann wieder Stadtverordneter. Aufgrund seines kommunalpolitischen Engagements habe ihm die Stadt die Ehrenbezeichnung "Stadtältester" verliehen.
Erwin Lesch, Alfred Bräutigam und Werner Bock hätten gemeinsam mit dem bereits verstorbenen Willi Krause vor 40 Jahren einen SPD-Ortsverein im Stadtteil Altendorf aus der Taufe gehoben. Im Vorfeld der sich damals abzeichnenden Gebietsreform sei es darum gegangen, sich kommunalpolitisch zu positionieren, um als kleinster Ort beim Zusammenschluss mit der Stadt Naumburg nicht "unterzugehen", so Udo Umbach. 1980 fusionierten die Altendorfer mit dem SPD-Ortsverein Elbenberg, der nach dem Zusammenschluss mit den Sozialdemokraten aus der Kernstadt heute den SPD-Ortsverein Elbetal bildet. Die drei Jubilare vertraten die SPD auch im Altendorfer Ortsbeirat. Erwin Lesch war darüber hinaus zwei Wahlperioden Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Im vergangenen Jahr wurde ihm die Ehrenbezeichnung "Ortsältester" verliehen.
Die Winterwanderung des SPD-Ortsvereins Elbetal führte die Mitglieder und interessierten Gäste diesmal auf einen Abschnitt des neuen Premiumwanderwegs "Habichtswaldsteig".
Nach dem Abmarsch am Gemeinschaftshaus "Flachsrose" in Elbenberg ging es über den Mühlenberg zunächst zum Naumburger Burghain. Dort erläuterte Erster Stadtrat Udo Umbach die Route des Leitweges und der Naumburger "Extratour". Der "Habichtswaldsteig" ist ein Gemeinschaftswerk von elf beteiligten Städten und Gemeinden und entstand mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union; er soll den Tourismus in der Region nachhaltig stärken.
Das Bild zeigt einen Teil der Wandergruppe in der Naumburger Altstadt, wo Dr. Volker Knöppel geschichtliche Erläuterungen gab.
Über die "Warte" erreichten die Teilnehmer/innen dann den Stadtteil Altenstädt, wo im Restaurant "Alexa" ein ausgezeichnetes Essen auf die Wander/innen wartete.
Zu Beginn der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Elbetal wurden Peter Hübscher (zweiter von links) und Kurt Aschenbrenner (zweiter von rechts) durch Vorsitzenden Gerd Förster (rechts) und Vorstandsmitglied Mike Gerhold (links) für ihr 25-jähriges Engagement in der SPD geehrt.
Danach ging Vorsitzender Gerd Förster in seinem Bericht insbesondere auf die Vorbereitungen zur Kommunalwahl ein.
Bei der Diskussion über das Wahlprogramm stand die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Naumburg nochmals im Mittelpunkt. Außerdem fordern die Sozialdemokraten vom Land Hessen eine Gesetzesänderung zur Abschaffung der Straßenbeiträge. Insbesondere auf dem Lande müsse die Erhaltung des Straßennetzes unter Berücksichtigung zurückgehender Einwohnerzahlen zukünfitg auf andere Weise finanziert werden. Damit war man beim Thema Finanzen und stellte fest, dass die Stadt Naumburg ohnen einen staatlichen "Rettungsschirm" nicht mehr handlungsfähig sei. Zur Deckung der laufenden Ausgaben fehlten allein im laufenden Jahr 1,5 Mio. Euro. Die Altdefizite und die Investitionsschulden kämen noch hinzu.
Uwe Lippe konnte auf einen positiven Kassenbestand des SPD-Ortsvereins Elbetal verweisen und gab zur Kenntnis, dass die Zusammenführung der Konten der ehemals selbständigen Ortsvereine Naumburg und Elbenberg/Altendorf nunmehr abgeschlossen sei. Für die Kassenprüfer bescheinigte Dr. Volker Knöppel eine einwandfreie Kassenführung. Zu neuen Kassenprüfern wurden Thomas Fingerling und Gerd Ritte gewählt.
In der jüngsten Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Elbetal wurde Horst Langer aus Elbenberg für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Die Ehrung nahm Ortsvereinsvorsitzender Gerd Förster vor.
Horst Langer gehörte der Naumburger Stadtverordnetenversammlung an, war viele Jahre im Ortsbeirat Elbenberg tätig und engagierte sich im Vorstand des SPD-Ortsvereins. Der Jubilar bedankte sich bei seinen Parteifreunden für die Ehrung mit den Worten: „Ich habe damals in der SPD meine politische Heimat gefunden“.
Darüber hinaus befasste sich die Mitgliederversammlung mit der Vorbereitung der Kommunalwahl im März 2011.
Einstimmig gewählt wurden die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlvorschlags für den Ortsbeirat Elbenberg. Angeführt wird die Liste von Uwe Förster, der auch wieder bereit ist, die Funktion des Ortsvorstehers zu übernehmen. Auf den weiteren Plätzen folgen Wolfgang Küllmar, Gerd Förster, Erwin Schäfer, Christina Förster, Marc Degenhardt, Julia Förster, Rolf Lieberum und Uwe Lippe. Insgesamt umfasst der Wahlvorschlag 23 Namen.
Die Vorschlagsliste für die Ortsbeiräte in der Naumburger Kernstadt und für den Stadtteil Altendorf wollen die Sozialdemokraten des Ortsvereins Elbetal in einer weiteren Mitgliederversammlung am 13. Januar 2011 aufstellen.
Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Elbetal spricht sich gegen eine Beteiligung der Stadt Naumburg an den Kosten der Sporthalle an der Elbetalschule in Naumburg aus (HNA berichtete).
Laut SPD-Vorsitzendem Gerd Förster sei die Halle insbesondere für den TSV Eintracht Naumburg sehr wichtig, jedoch könne die Stadt keine zusätzlichen Lasten übernehmen. Schließlich habe der Landesgesetzgeber in die Hessische Verfassung geschrieben, dass der Sport besonders zu fördern sei. Folglich müsse auch der Staat dafür sorgen, dass für die Unterhaltung der Sportstätten ausreichend Geld zur Verfügung stehe. Dies gelte insbesondere im flachen Land, wo die Kommunen am finanzschwächsten seien.
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